Totara Website
26. April 2016 von & gespeichert unter Projekt mit Herz, Webdesign.

Bereits seit fünf Jahren engagieren sich Dorothea, Fabiola und Alex für ein Kinderheim in Indien. Da dringend benötigte Gelder fehlen, haben die Drei beschlossen, die Sache einfach selbst in die Hand zu nehmen und Spenden zu sammeln und Sponsoren zu suchen. Wir unterstützen sie dabei natürlich gerne: mit einer neuen Website, die alle wichtigen Informationen zum Hilfsprojekt bereitstellt. Zum Launch der Website besuchte uns Alex in der Agentur und wir haben die Chance genutzt, uns etwas genauer über sein Engagement zu informieren:

Was ist das Totara-Indienprojekt?

Das Totara-Indienprojekt ist ein Hilfsprojekt für ein Mädchenheim in Südindien, das durch die eigentlich zuständige indische Hilfsorganisation leider nicht mehr finanziell unterstützt wird. Wir versuchen diesen finanziellen Part deshalb mit Hilfe von Sponsoren zu stemmen.

Was bedeutet Totara?

„Totara“ ist tamilisch – die Sprache, die auch im Kinderheim gesprochen wird. Es bedeutet „weitergehen“. Wir haben dieses Wort gewählt, weil es die Eigenschaft der Kinder aus dem Mädchenheim ist, die uns mit am meisten beeindruckt hat. Sie haben sehr schwere Schicksale hinter sich und zum Teil einen oder beide Elternteile verloren. Aber sie zerbrechen nicht daran, schauen im Leben nach vorne und gehen weiter.

Wie kam es zu eurem Engagement?

2011 haben Fabiola und Dorothea nach dem Abitur für eine Zeit in diesem Heim gelebt und gearbeitet. Dabei haben wir von den Problemen mit der indischen Hilfsorganisation und den fehlenden Geldern erfahren. Wir beschlossen, dass wir unser Bestes dafür geben wollen, um das Heim finanziell zu unterstützen.

Wie leben die Kinder im Heim?

Die Kinder leben dort sehr einfach. Alle Kinder schlafen z. B. in einem Raum: ohne Matratze, Kopfkissen und Decke. Es ist der einzige Raum mit einem Ventilator, der die Temperatur zum schlafen erträglich hält. Die Schule ist gleich gegenüber. Aber mit der alltäglichen Arbeit im Heim und den Schulaufgaben bleibt leider nahezu keine Freizeit für die Kinder. Zeit zum Federball- oder Frisbee spielen ist leider sehr selten.

Totara Projektübergabe

Wofür benötigen sie unsere Unterstützung?

Die finanzielle Unterstützung ist in erster Linie für die alltäglichen Kosten: Lebensmittel, Strom, Gas, Schulsachen, Kleidung… Hin und wieder können wir auch Reparaturen an dem sehr baufälligen Gebäude vornehmen und in den vergangenen beiden Jahren konnten wir den Kindern sogar einen Ausflug ermöglichen. Bei unserer Reise waren wir gemeinsam mit ihnen am Strand und im Zoo – für alle Kinder war es der erste Besuch in einem Zoo! Und letztes Jahr konnten sie in einen Vergnügungspark fahren.

Wie oft arbeitet ihr an dem Projekt?

Wir arbeiten jede Woche an dem Projekt. Wir schreiben Sponsoren für Gelder, Rucksäcke und vieles andere an, organisieren z. B. Weihnachtsgeschenke, packen Pakete für die Kinder. Und dann sind da die ganz üblichen organisatorischen Aufgaben wie Spendeneingänge kontrollieren und dokumentieren, Spendenquittungen erstellen und so weiter.

Wie oft seid ihr vor Ort bzw. habt ihr Kontakt?

Wir haben sehr regelmäßig Kontakt zum Kinderheim, irgendetwas gibt es immer zu besprechen, wie beispielsweise Fotos für die Sponsoren der Sachspenden, Rückmeldung zu den Überweisungen. Die Tochter der Heimleiterin, Sheeba, ist das Bindeglied zwischen uns und dem Heim. Wir können ihr eine E-Mail schicken und sie macht dann z. B. die Fotos von den Sachspenden und zahlt das überwiesene Geld an das Kinderheim aus.

Im Moment sind wir alle 3 Jahre vor Ort: 2011 waren Fabiola und Dorothea in dem Kinderheim, 2014 waren wir zu dritt vor Ort und die nächste Reise ist für 2017 geplant. Es gibt natürlich immer vor Ort einiges zu organisieren, aber vor allem genießen wir das Zusammensein mit den Kindern, mit ihnen zu spielen und zu singen. Die Kinder sind so herzlich, dankbar und lebensfroh und die Zeit ist immer so intensiv, dass der Abschied für beide Seiten dann jedes Mal unglaublich schwer ist.

Was ist als nächstes geplant?

Vor allem möchten wir den Betrag für die alltäglichen Kosten weiter ausbauen und absichern. Dafür sind wir momentan auf der Suche nach Sponsoren, die uns gerne auch kontinuierlich mit kleinen Daueraufträgen unterstützen. Das Haus ist sehr baufällig, wir würden gerne Stück für Stück alles in einen besseren Zustand bringen und außerdem möchten wir Nähmaschinen für das Kinderheim kaufen. Der Schneider des Dorfes hat sich dazu bereit erklärt, die Kinder darin anzulernen.

Wie finanziert ihr euren Einsatz?

Es hat sich ein sehr vielfältiger Sponsorenkreis aufgebaut: Privatpersonen und unsere Familien, Kirchgemeinden, Charity Clubs wie Round Table Leipzig, Kiwanis Leipzig und Rotary Leipzig Centrum, Verkaufsaktionen von Händlern, Sachspenden von z. B. Salewa, Meru und Nordisk (Schulrucksäcke) und vielen anderen.

Außerdem haben wir regelmäßig Benefizkonzerte veranstaltet, die uns immer sehr beim Spendensammeln geholfen haben. Wir sind PLUSPOL sehr dankbar für die Website zu unserem Projekt. Die Website ist uns für kommenden Sponsorenanfragen eine große Hilfe, da man sich nun sehr individuell über unser Projekt informieren kann und außerdem zahlreiche Bilder zu den Kindern und bereits realisierten Projekten findet.

 

Ihr findet das Totara-Indienprojekt genauso gut wie wir? Dann schaut am besten gleich mal auf der neuen Website vorbei und informiert euch ein wenig mehr über die Arbeit von Dorothea, Fabiola und Alex. Die Drei freuen sich sicher über Eure Unterstützung!




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