10. April 2015 von & gespeichert unter Projektmanagement.

Habt ihr euch schon einmal gewundert, warum ein Banner unter Windows beispielsweise 40kB groß ist, auf dem Mac jedoch mit 43kB angegeben wird? Hintergrund ist die unterschiedliche Umrechnung von Byte in Kilobyte der beiden Systeme.

Während unter Windows 1 Kilobyte 1024 Bytes sind, wird auf dem Mac seit dem Betriebssystem OS X 10.6 „Snow Leopard“ mit Faktor 1000 Bytes = 1 Kilobyte gerechnet. Das zieht sich natürlich durch bis hin zu Megabytes, Gigabytes und größeren Einheiten.

Welcher Wert ist nun der Richtige?

Die unbefriedigende Antwort: Eigentlich keiner.

In der Festplattenindustrie ist seit Jahren die 1000 das Maß der Dinge. Auch die International Electrotechnical Commision (IEC) schlug schon 1996 vor, die 1000 als Standard festzulegen. Die Größen auf Basis von 1024 wurden dann Kibibyte (KiB), Mebibyte (MiB) und Gibibyte (GiB) genannt. Diese Umrechnung wird hauptsächlich noch in der Serverindustrie verwendet.

Apple ist mit OS X 10.6. dem vorgeschlagenen Standard gefolgt und rechnet mit der Basis 1000. Nicht zuletzt, weil der Konzern damit auch einfach weniger Speicher für den gleichen Preis verkaufen kann. Windows jedoch lässt sich davon nicht beeinflussen und bleibt den 1024 Bytes treu.

Was heißt das in der Praxis?

Wer sich gern streitet, was richtig und was falsch ist, der ist bei diesem Thema genau an der richtigen Adresse. Da beide Werte weder richtig noch falsch sind, könnt ihr euch dazu bis aufs Messer bekämpfen! Sinn macht das dennoch nicht.

Im Ernstfall sollten die Dateien einfach so angelegt werden, dass sie auf beiden Systemen den Specs entsprechen (z. B. 37kB und 40kB für einen Banner). Oder aber ihr rechnet einfach alles in Bytes um. Dann geht ihr Diskussionen aus dem Weg und habt mehr Zeit für das Schreiben von Nullen.

Bildmaterial: pixabay (bearbeitet)




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