28. Januar 2015 von & gespeichert unter Tipps.

„Jedes Unternehmen sollte bei Facebook sein“ lautet die landläufige Meinung. Doch Facebook, Pinterest und Co. haben ganz unterschiedliche Nutzer mit noch unterschiedlicheren Interessen. Was bei Twitter funktioniert, kann auf Facebook schief gehen. Wir zeigen, wie man Social Media Kanäle optimal nutzt.

Was genau ist „Social Media“?

In sozialen Netzwerken tauschen sich Nutzer über alles aus, was sie bewegt, und sie teilen eigene Inhalte. Das betrifft sämtliche Formate – Texte, Bilder, Videos oder Audio. Hauptsache irgendwie interessant!

Für Unternehmen ist Social Media spannend, um Fans zu gewinnen, die sich wirklich für ihre Marke und ihre Produkte interessieren, und um sich mit ihnen auszutauschen.

Welcher Kanal eignet sich wofür?

Finde heraus, wo sich Deine Zielgruppe am liebsten aufhält. Männer oder Frauen, jung oder alt, Künstler oder Buchhalter – sie alle haben verschiedene Interessen und Nutzungsmuster, die sie auf unterschiedlichsten Plattformen pflegen.

Überlege, was Du im Social Web erreichen möchtest. Sei es Kundenbindung, Imagewandel oder Personalrekrutierung – zur Umsetzung benötigst Du immer eine geeignete und auf Thema und Zielgruppe angepasste Contentstrategie.

Facebook

Facebook ist mit ca. 28 Mio. aktiven Nutzern deutschlandweit das beliebteste Netzwerk. Hier kommen Firmen mit Menschen unterschiedlichster Interessen in Kontakt. Öffne Dich thematisch daher einer breiten Zielgruppe. Gehe aktiv in den Dialog, bleibe menschlich, reagiere schnell und gestehe auch mal Fehler ein.

Twitter

Aufgrund der Begrenzung auf 160 Zeichen kannst Du auf Twitter am besten Beiträge streuen, die Du in anderen Medien bereits veröffentlicht hast. Über die Retweet-Funktion verbreiten die 2,4 Millionen aktiven Nutzer Deine Inhalte schnell. Denke daran, Dich zu bedanken. Auch wenn Dich jemand zitiert (@xy), Dir folgt oder einen Deiner Posts verlinkt. Für eine größere Reichweite solltest Du Hashtags verwenden, jedoch in Maßen, sonst wird Dein Tweet unleserlich. Sende keine Tweet-Pakete, außer Du twitterst von einem Live-Event.

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Pinterest

Pinterest steht ähnlich wie Instagram ganz im Zeichen von Bildern. Mit seinem stark emotionalisierbaren Content dient die Plattform vor allem weiblichen „Pinnern“ als Inspirationsquelle für Themen wie Beauty, Deko und Kochen. Die sehr junge Zielgruppe – fast zwei Drittel sind zwischen 16  und 34 Jahre alt – legt großen Wert auf hoch qualitative Bilder. Pinterest eignet sich demnach hervorragend dazu, Lifestyle-Produkte an potentielle Kunden heranzutragen, aber auch um Infografiken zu verbreiten. In diesem Jahr experimentierte Pinterest erstmals mit sog. Promoted Pins und ebnet damit den Weg für Unternehmen und ihre Werbebotschaften.

Instagram

Im Gegensatz zu Pinterest zählt bei Instagram nicht die Qualität, sondern der persönliche Einblick. Erzähle mit Deinen Fotos eine Geschichte und finde dabei eine gute Balance zwischen alltäglichen lustigen Bildern und Markenbotschaften. Sammle Follower und verbinde dich dazu mit Deinem Facebook-Account. Verwende ebenso wie auf Facebook populäre Hashtags, um Deine Reichweite zu steigern. Tritt mit anderen Instagram-Nutzern in Kontakt, indem Du ihnen folgst, ihre Bilder likest und kommentierst. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Deshalb solltest Du deine Follower hin und wieder mit kleinen Goodies und Freebies erfreuen, z.B. Rabatt-Codes für deine Produkte oder kostenlosen Downloads.

YouTube

Auf YouTube zeigst Du Kunden Deine Produkte und Dienstleistungen (fast) hautnah und kannst auch praktische Tipps geben. Ist das Video gut gemacht – kurz, witzig, mitreißend, emotional – wird es gerne in anderen Netzwerken verbreitet. Dazu muss es jedoch gut gefunden werden – t3n gibt Tipps für die Suchmaschinenoptimierung auf youtube. Jedoch solltest Du den Aufwand für ein gut gemachtes Video in Betracht ziehen.

Mit einem eigenen YouTube-Kanal kannst Du eine Community aufbauen und eigenen Server-Platz sparen: Lade Videos einfach hoch und bette diese auf Deinen anderen Kanälen ein.

Corporate Blogs

Ein Corporate Blog bildet das Herzstück jeder Social Media Aktivität. Unternehmen können sich transparenter und damit glaubwürdiger darstellen, gerade weil sie sich mit ihren Kunden auseinandersetzen. Die Kommentarfunktion sollte also keinesfalls abgeschaltet werden! Blogge über Themen, die Deine Zielgruppe interessieren. Vor allem Nutzwert, Hintergrundinfos und Produktinformationen sind bei Lesern beliebt. Zeige Deine Expertise und etabliere Dich damit als Autorität auf Deinem Fachgebiet. Suchmaschinen und Zielgruppen nehmen Dich so leichter wahr als den Wettbewerb. Erfolgreiche Blogs veröffentlichen nach einem festen Rhythmus, z.B. Montag, Mittwoch und Freitag. Die meisten Kommentare erzielen Gewinnspiele. Gastautoren bringen nicht nur ihre eigene Leserschaft mit, sondern auch frische Inhalte und Kompetenz.

Auf die Nachricht kommt es an

Welches Medium am geeignetsten ist, kommt also ganz darauf an, was Du mit der Veröffentlichung erreichen möchtest. Finde heraus, wo sich Deine Zielgruppe herumtreibt und entwickle eine Content-Strategie für diesen Kanal. Kläre bereits im Vorfeld, ob Du überhaupt genügend Input generieren kannst und ob für die Betreuung der Plattform(en) Ressourcen zur Verfügung stehen. Ein stiefmütterlich behandeltes Profil schadet nämlich eher als kein Profil.

 

Bildquellen:

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Facebook/Twitter-Vektor  Entworfen durch Freepik




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