20. März 2015 von & gespeichert unter Weiterbildung.

Das Teilen von Wissen ist eine Herausforderung, die jedes Team von Anfang an bewältigen muss. In kleineren Runden reicht es, wenn man sich regelmäßig abspricht. Das fällt größeren Teams schon schwerer, die vielleicht noch an unterschiedlichen Aufgaben mit verschiedenen Terminplänen arbeiten. Damit wir trotz aller Hürden unser Know-how untereinander teilen, hat sich Stefan etwas einfallen lassen: Die PLUSPOL interactive Akademie (kurz PPi Akademie). Coole Sache, wir fragen heute mal nach, was das genau ist.

Katja: Hey Stefan, danke für Deine Zeit. Erzähl doch mal – was genau ist eigentlich die PPi Akademie? Wie kam es dazu?

Stefan (SDK): Ich muss gestehen, dass mir der Begriff „PPi Akademie“ selbst neu ist. Ich habe das Thema für mich bisher unter den Begriffen Lehr- und Lern-Offensive gesehen. Auf die Idee bin ich gemeinsam mit Jörg (Geschäftsführer und HR-Manager bei PPi, Anmerk. d. Red.) gekommen. Einige unserer jüngeren Entwickler sind mit dem Wunsch an ihn herangetreten, mehr lernen zu können. Um ein Beispiel zu nennen: Bei einigen Projekten setzen wir mittlerweile verstärkt auf AngularJS, einem client-seitigen Framework. Während sich einige erfahrene Kollegen bereits eingehend und eigenverantwortlich in realen Projekten mit dem Thema beschäftigt haben, blieb diese Gelegenheit den weniger erfahrenen Kollegen bisher verwehrt. Ihnen durstet es aber dennoch nach Wissen! Und da ich Jörg gegenüber signalisierte, dass ich nach dem Ende meines Studiums wieder verstärkt um solche Belange kümmern möchte, kamen wir auf diese Idee.

K: Welches Ziel verfolgt sie?

SDK: Die Akademie läuft unter dem Motto „lebenslanges Lernen“. Niemand ist allwissend und gerade in der Digitalbranche müssen wir immer auf dem Laufenden sein. Schon morgen könnte „The Next big thing“ auf der Matte stehen und die Kunden wollen auf den Zug aufspringen. Aber alles Neue will erst einmal erlernt sein, bevor es angewendet werden kann. Außerdem wollen wir das sogenannte Inselwissen einer breiteren Masse, also dem gesamten Team, zugänglich machen. Leider gibt es noch die einen oder anderen Projekte, die immer wieder bei demselben Experten landen, weil es niemand anderen gibt, der sich darum kümmern kann. Dies soll in Zukunft immer seltener vorkommen. Noch dazu begrüßen wir regelmäßig neue Kollegen, manche frisch von der Hochschule und mit wenig praktischer Erfahrung. Hier soll ebenfalls unsere Offensive greifen. Je schneller sie sich bei uns integrieren können, desto besser. Das betrifft unsere Workflows gleichermaßen, wie auch den Wissensstand jedes einzelnen.

K: In welcher Form findet die Lehre statt?
SDK: Um Regelmäßigkeit in die Angelegenheit zu bringen, kümmere ich mich um die Organisation. Ich bin Ansprechpartner für die Kollegen und nehme Themenwünsche auf. Wenn ich selbst zu dem Thema keine Expertise vorweisen kann, dann hoffe ich auf die Mitarbeit meiner Kollegen. Es ist also nicht so, dass ich der Allwissende bin und spontan über jedes Thema referieren kann.

Zunächst will ich einmal im Monat einen Workshop planen, bei dem dann eines dieser Themen besprochen wird. Natürlich kann nicht jedes Thema in allem Umfang besprochen werden, irgendwann müssen wir ja auch unseren Pflichten nachgehen. Deshalb kann so ein Workshop je nach Umfang auch oft nur ein Einstieg in das Thema sein, in der Hoffnung, dass Anreize zum eigenständigen Weiterlernen geschaffen werden.

Ich könnte mir eine Atmosphäre des regen Austausches auch abseits der Workshops vorstellen. So ist es auch schon aktuell immer so, dass ich gerne mein Wissen teile. Mit dem einen oder anderen Kollegen pflege ich schon länger diesen Austausch und wir inspirieren uns gegenseitig bei unserer Arbeit. Im Endeffekt kann das der Qualität der Arbeit nur zu Gute kommen.

K: Was sind die Gründe für Dein Engagement bei der PPi Akademie?

SDK: Wie ich bereits sagte, möchte ich mich wieder verstärkt dem Thema der Wissensvermittlung widmen. Schon vor meinem Master-Studium stand ich häufig unseren Praktikanten mit Rat und Tat zur Seite, was mir viel Spaß bereitete. Während des Studium hielt ich auch einige Tutorien. Natürlich bin ich kein Didakt und ich habe auch nicht diesen Anspruch. Da diese Offensive grad erst gestartet wurde, wachsen wir sicher auch mit den Erfahrungen.

K: Hast Du Tipps für andere, die so etwas Ähnliches aufziehen wollen?

SDK: Da ich selbst noch recht unerfahren auf diesem Gebiet bin, habe ich da eigentlich keine Tipps. Ich sehe es ein bisschen frei nach Sartre: „Fortschritt ist das Werk der Unzufriedenheit.“ Und ich bin unzufrieden, wenn ich Wissensdefizite habe oder gar Fehler mache. Demzufolge ist es auch mein Wunsch, daran etwas zu ändern.

Vielen Dank Stefan!

Wie es mit der PPi Akademie weitergeht, erfahrt ihr hier auf unserem Blog. Schaut vorbei!

Bildmaterial: Entworfen durch Freepik

über den Autor

Katja informiert sich am liebsten auf Blogs aus aller Welt - über den neusten D.I.Y-Hype, UX-Design, agile Prozesse und unendlich mehr. Die Einflüsse der anderen verarbeitet sie als Konzepterin und Texterin bei PLUSPOL interactive.



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