14. November 2018 von & gespeichert unter Produkttest.

Huch, schon wieder ein neues iPhone auf dem Markt! Und es kommt einem doch ein bisschen so vor, als wäre die Hysterie und der Hype um die mittlerweile 14. iPhone-Generation zurückgegangen. Trotzdem testen wir nur zu gern neue Geräte auf ihre Tauglichkeit, einfach weil unser Herz für digitale Gadgets schlägt. Aber auch, um sicherzugehen, dass alle Webseiten und Apps, die wir für unsere Kunden entwickeln, auch auf den aktuellsten Geräten optimal laufenWir haben also unseren Kollegen Stefan, seines Zeichens Entwickler bei PLUSPOL interactive und Tekkie, gebeten, das neue iPhone XS Max zu testen und eine Bewertung abzugeben.

Stefan, wie ist denn Dein Eindruck, was kann das iPhone XS Max, was seine Vorgänger nicht konnten?

Da ich selbst seit über einem Jahr kein regelmäßiger iPhone-Nutzer mehr bin, ist es schwer zu beurteilen, was das Gerät besser kann, als die Vorgänger. Es ist sicher erfreulich zu sehen, dass Apple nun vollständig auf das (fast) „randlose“ Display setzt. Aber in der Summe erkenne ich nichts, was der direkte Vorgänger, das iPhone XS, nicht auch konnte. Es gibt Verbesserungen im Detail, eines der besten Displays, die besten Kameras auf dem Markt (der Trend geht ja zu multiplen Kameras sogar auf der Frontseite), die schnellste Hardware usw.

Und worauf kann man verzichten, was sind reine Nice-to-Haves ohne großen Wert?

Im Grunde könnte ich auf fast alles verzichten, was das iPhone XS (Max) zu bieten hat. Wäre ich kein Technik-Enthusiast, wäre ich immer noch mit meinem iPhone 6S unterwegs. Das ist heute noch ein hervorragender Kompagnon, der damals mit 3D-Touch wirklich etwas Neues im Vergleich zum direkten Vorgänger bieten konnte.

Welche Schwachstellen hat das neue iPhone Deiner Meinung nach?

Es gibt mehrere Dinge, die das iPhone XS nicht so gut kann bzw. die mich daran hindern, in ein neues iPhone zu investieren. Zunächst fällt mir der fehlende Klinkenanschluss auf. In Gesprächen mit Freunden und Kollegen scheint das nur selten wirklich ein Problem zu sein, da viele mittlerweile auf Bluetooth Audio setzen. Aber für mich ist das immer noch ein schwerwiegender Punkt, zumal der Lightning-Port einfach nicht geeignet ist, um dauerhaft den Belastungen durch einen Klinken-Adapter standzuhalten. Hier würde ich mein Geld eher auf einen USB-C-Klinken-Adapter setzen, sollte sich die Abstinenz der Klinke industrieweit durchsetzen. USB-C ist weitaus robuster.

Und der Name?

Kommt schon, XS? Ernsthaft? Wer es nicht besser wüsste, würde auf ein Pocket-iPhone tippen. Ich verstehe eh nicht, warum man mit dem neuen Design, unbedingt den Sprung auf 10 (X) machen musste. Das war ja auch nicht bei früheren Design-Wechseln der Fall.

Apropos Design, was bietet Apple hier mit dem neuen Gerät?

Nun ist ja Apple häufig eine Leitfigur in der Industrie bzgl. Design. Viele Android-Hersteller haben sich da sehr oft sehr nah an Apple orientiert. Aber es ist nicht das erste Mal, dass auch Apple bei der Konkurrenz abguckt. Das „randlose“ Display ist keine revolutionäre Erfindung von Apple, und auch der Notch (die Aussparung) ist nichts Neues. Grundlegend mag das Design sehr stimmig sein, aber Design ist häufig auch Geschmacksache und ich find die randlosen Displays der Android-Konkurrenz, allen voran Samsung und OnePlus deutlich ansprechender und weniger klobig. Wer keinen Notch will, schaut sich die Smartphones von Samsung an. Wer einen kleineren Notch mag, nimmt das OnePlus 6T – für den halben Preis.

 

Und da wären wir auch schon beim nicht ganz unerheblichen Preis.

1000€ für ein Smartphone ist schon ein starkes Stück – und Apple ist da mittlerweile leider nicht mehr alleine. Dafür bekommt man dann auch nur 64GB Speicher. Schon klar, die bessere Hardware kostet in der Produktion und Apples Marketing sowie ihre Forschung und Entwicklung will auch bezahlt werden, aber das alles können sie auch weiterhin mit einem niedrigeren UVP finanzieren. Dann aber zum Missfallen der Investoren. Apple ist halt Premium.

Würdest Du eine Kaufempfehlung abgeben?

Nur unter Bedingungen, vor allem nur dann, wenn man von einem weitaus älteren Gerät umsteigen will und unbedingt bei Apple bleiben will. Ansonsten sind die meisten Features zu einem weitaus günstigeren Preis bei anderen Herstellern zu haben. Schon wenige Monate nach Erscheinen eines neues Samsung Smartphones sinken deren Preise in erschwinglichere Regionen. OnePlus hingegen hat stabilere aber auch deutlich günstigere Preise zu bieten und die Qualität kann sich sehen lassen. Die Smartphones beider Hersteller, aber auch die von Huawai und Co., streichen reihenweise Höchstwertungen in der Fachpresse ein. Es lohnt also immer der Blick über den Tellerrand.

Dein Fazit?

Apple baut hervorragende sowie hoch qualitative Produkte und das neue iPhone ist dabei keine Ausnahme, aber es ist weder revolutionär noch evolutionär. Es ist einfach ein neues iPhone und irgendwie nichts Besonderes mehr.

Dank dir, Stefan!

 




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